Messkircher Fronleichnamsprozession 2011

Bei mildem Wetter fand am Donnerstag, dem 23.6.2011 die traditionelle Fronleichnamsprozession statt. Der feierliche Gottesdienst in der Schlosskirche St. Martin wurde durch Pfarrer Klotz abgehalten und durch den Kirchenchor wunderbar mitgestaltet. Danach zog die Gemeinde unter Klängen der Meßkircher Stadtkapelle durch den Schlossgarten und die Straßen Meßkirchs. Die Route wurde wie jedes Jahr ab 5 Uhr früh durch die Kommunionkinder und örtliche Vereine mit Blumenteppichen reich geschmückt. Zwei Blumenaltäre waren die Stationen für Gebete und festliche Kirchenlieder.

Historie: Fronleichnam (mittelhochdeutsch: „des Herrn Leib“) ist ein Hochfest der katholischen Kirche, in welchem die Gegenwart Christi im Sakrament der Eucharistie, sprich die leibliche Gegenwart Christi im Altarssakrament, verehrt wird. Das Fest wurde erstmals 1246 im Bistum Lüttich gefeiert und 1264 von Papst Urban IV. durch die Bulle Transiturus de hoc mundo zum Fest der Gesamtkirche erhoben. Der Feiertag fällt auf den Donnerstag nach Trinitatis, der seinerseits vom Osterdatum abhängig ist und ist heute in Bundesländern mit katholischer Mehrheit arbeitsfrei. In der Geschichte war der Feiertag stets von prachtvollen Prozessionen („theophore“) gekennzeichnet, an denen die Zünfte, Kaufleute, Magistratsbeamte und Adlige teilnahmen. Auf der Fronleichnamsprozession wird stets die Monstranz mit dem „Allerheiligsten“ (einer konsekrierten Hostie) getragen. Die Monstranz wird dabei von einem „Himmel“ genannten Stoffbaldachin beschirmt. Mit einer Statio an bis zu vier Außenaltären wird jeweils ein Abschnitt aus dem Evangelium vorgetragen, Fürbitten gesprochen und der eucharistische Segen in alle Himmelsrichtungen und über die Stadt erteilt. Die Prozession schließt meist in der Pfarrkirche mit dem „Tantum Ergo“ und dem „Te Deum“. Im Nationalsozialismus war Fronleichnam zunehmend Schikanen unterworfen, ein Zankapfel zwischen der Kirche und der Staatsmacht waren Fahnenschmuck und die Route der Prozession bis hin zu deren Verbot während des Krieges. Die weltweit größte Schiffsprozession zu Fronleichnam findet im übrigen im Kölner Mülheim statt.

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