Bildungswerk Meßkirch
Anstehende Veranstaltungen
| Wed, 23. May 2012, 15:15' Hildegardmedizin mit den Sinnen erfassen - Vortrag im Seniorenkreis |
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| Polen I: Schlesien-Reise 5.5.-10.5.2012 |
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| Geschrieben von: Dr. Waldemar Gorzawski |
| Donnerstag, den 19. Mai 2011 um 20:25 Uhr |
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Wir planen unsere Polen-Reise im Mai 2012: es geht nach Schlesien. Für die einen sollte es eine Studienreise sein, für die anderen mehr eine Pilgerreise. Wenn wir eine Gruppe von 40 bis 50 Personen sein werden, planen wir, uns in zwei Gruppen einzuteilen. Die eine wird von Waldemar Gorzawski geleitet, die andere von Meggi Ratajczak. Durch 2 Vorbereitungsabende können wir das Nachbarland mit seinen geschichtlichen und spirituellen Orten näher kennenlernen. 5. Mai 2012 - 10.Mai.2012: Wir fahren mit einem Bus von Meßkirch über - Görlitz/Zgorzelec - Trzebnica (Trebnitz) - Wroclaw (Breslau) - Góra Św. Anny (St.Annaberg) - Krzyżowa (Kreisau) Görlitz/Zgorzelec, die Grenzstadt an der Neiße. Auf der Westseite fahren wir an Plattenbauten vorbei in eine wunderschön restaurierte Altstadt, eine wahre Puppenstube. Wir gehen zu Fuß über die Neiße-Brücke auf die polnische Seite, auf der die Restaurierungsarbeiten noch nicht so weit sind, wo aber das Leben quirliger ist (Arbeitslosigkeit auf deutscher Seite 19%, auf polnischer 5%). http://www.goerlitz.de/ Trzebnica (Trebnitz), die Stadt liegt in einer malerisch, hügligen Landschaft des Obstbaus. Hier finden wir das Grab der Hl. Hedwig, der Schutzpatronin Schlesiens und Berlins. Nonnen des hiesigen Klosters führen uns durch die barocke Kathedrale und ihr Kloster, also in Orte, die normalen Touristen verschlossen bleiben. Pfarrer Klotz wird mit uns einen Gottesdienst am Hedwiggrab feiern. Die Stadt Trzebnica ist übrigens auch für ihre Klinik für plastische Chirurgie europaweit bekannt. http://pl.wikipedia.org/wiki/Trzebnica Wroclaw (Breslau), die Stadt mit einer wechselvollen Geschichte zwischen polnischen Piasten, böhmischen Herrschern, dem österreichischen Kaiserreich und preußischen Königen. Aufgestiegen zur Hauptstadt Schlesiens und zur bedeutenden Universitätsstadt endete sie im Horror des 2.WK, als die "Festung Breslau" ausgerufen, die Stadt entvölkert und dem Erdboden gleich gemacht wurde. Nach den Kriegswirren wurden gemäß dem Potsdamer Viermächtebeschluß die letzten Deutschen vertrieben und es kamen hier polnische Flüchtlinge aus Gebieten, die an die Sowjetunion abgetreten werden mußten. Und diese bauten Breslau wieder zu einer bedeutenden Stadt auf und füllten die Universität mit allen wissenschaftlichen Arbeiten, die sie aus der verlorenen Universität Lemberg (Lwow) retten konnten. Die Altstadt bietet sich heute dem Besucher wunderbar restauriert, ein Opernbesuch ist ein Genuss und die hiesige Küche spiegelt die Vielfalt der Gegenden wieder aus denen die heutige Bevölkerung stammt. Wir werden im Rathaus vom Sekretär des Stadtpräsidenten empfangen und von einem Herausgeber religions-philosophischer Bücher durch die Kirchen der Stadt geführt. Wir besuchen die "Insel der Religionen", wo auf engstem Raum evangelische, katholische und orthodoxe Kirchen stehen und werden in der neu aufgebauten Synagoge Eintritt bekommen. In der Inselkirche Sw.Marii na Piaskach lädt uns Pfarrer Klotz zu einem Gottesdienst ein. http://de.wikipedia.org/wiki/Breslau Góra Św. Anny (St.Annaberg), der Schicksalsberg der Oberschlesier: ein Wallfahrtsort an dem sich geschichtlich immer wieder die Zerrissenheit dieses Volkes zwischen Deutschland und Polen zeigte. Hier fanden Bruder-Kämpfe statt, als 1918 der polnische Staat nach 125 Jahren der Teilung zwischen Deutschland, Rußland und Österreich wiedergeboren wurde. Und die deutsch-polnische Grenze wurde damals vom Völkerbund mitten durch das Herz Oberschlesiens gezogen. Erst der 2te-Weltkrieg schob die Grenze weit weg an die Oder-Neiße-Linie, doch die Menschen blieben lange in polnisch- und deutsch gesinnte geteilt, für viele war das notwendige Erlernen der polnischen Sprache ein Zeichen von Fremdherrschaft, sie verließen die Heimat und zogen nach Westdeutschland. Die übrigen blieben der Heimat treu und pflegen bis heute ihren slawischen Dialekt "ślonski"(von den Deutschen seinerzeit verächtlich wasserpolnisch genannt). http://de.wikipedia.org/wiki/St._Annaberg Krzyżowa (Kreisau), wo während des Krieges der Widerstand gegen Hitler vom Kreisauer Kreis organisiert wurde und wo vor über 20 Jahren vom damaligen Bundeskanzler Kohl und dem polnischen Premier Mazowiecki zum Zeichen der deutsch-polnischen Versöhnung ein deutsch-polnisches Begegnungszentrum begründet wurde. Hier nehmen wir Abschied von unserer Rundreise durch Nieder- und Oberschlesien und es geht zurück nach Deutschland. http://www.krzyzowa.org.pl/ |
| Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 24. September 2011 um 20:31 Uhr |



